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28.12.2011 Neujahrsnewsletter 2011/2012
Neujahrsnewsletter 2011/2012
Wie herrlich ist es doch in dieser kalten Jahreszeit, einen warmen Tee zu trinken. Warm allein – aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin – genügt aber nicht. Das Getränk muss auch thermisch wärmend sein, damit es unseren Körper, Geist und Seele von innen stärkt und wärmt.
Der „richtige“ Wintertee
Blütentees wie Holunderblüte, Lindenblüte, Malve, Kamille, etc. wirken prinzipiell kühlend und sollten daher im Winter gemieden werden. Habt Ihr allerdings Hitzesymptome wie hohes Fieber, Halsschmerzen, Kopfweh, sind diese Tees gut, um die Körpertemperatur zu senken.
Pfefferminze und Melisse sind ebenfalls in ihrer Wirkung kühl. Sie eignen sich abends als Entspannungstee und sorgen für einen ruhigen Schlaf, wärmen Euch, aber auf keinen Fall in der Skihütte bei eisigen Temperaturen. Auch Grün- und Schwarztee – welche unseren Geist erfrischen und unsere Konzentration fördern - haben kühlenden Charakter.
Wärmende Tees sind: Fenchel, Anis, Kümmel, Nelke, Zimt und Teemischungen, in denen diese Kräuter und Gewürze enthalten sind. Sie wärmen unseren Körper und vermitteln uns ein wohliges Gefühl. Auch Glühwein und Punsch habe ihren wärmenden Effekt diesen Gewürzen zu verdanken.
So gilt auch der Yogi- oder Gewürztee als Klassiker unter den wärmenden Tees. Der bei Kindern sehr beliebte Früchtetee kühlt die Mitte der Kleinen vor allem morgens stark aus. Hier wäre eine Teemischung mit Fenchel, Anis oder Thymian optimal. Ihr könnt diesen Tee mit wenig Agavendicksaft süssen.
Ein paar Teemischungen für den besonderen Fall
Tee bei Erkältung:
60 g Anis, 40 g Thymiankraut, 30 g Fenchelsamen, 20 g Salbeiblätter
1-2 TL mit 200 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, absieben.
Zweimal täglich eine Tasse trinken.
Hustentee:
25 g Fenchel, 40 g Spitzwegerichkraut, 35 g Süßholzwurzel, 40 g Thymian
1 EL mit 200 ml kochendem Wasser überbrühen, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, absieben.
Über den Tag verteilt 3-4 Tassen trinken.
Wenn Ihr Halsweh habt, eignet sich Salbeitee sehr gut zum Gurgeln, da er entzündungshemmend wirkt.
Bei üppigen Mahlzeiten – Ein Glas Wein oder eine Tasse Tee?
Eine interessante Studie am Beispiel des Schweizer Käsefondues.
Käsefondue ist eines der traditionellen Gerichte in der Schweiz und weit über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt.
Hinsichtlich der Frage, was man zum Käsefondue trinkt, gibt es Traditionen (wie zum Beispiel der Weisswein). Allerdings sind die Meinungen diesbezüglich gespalten. Während die einen auf Weisswein und ein Glas Kirsch zum verdauen schwören, beharren die anderen darauf, dass schwarzer Tee das einzig wahre Begleitgetränk zum Käsefondue ist.
Um diese Diskussion mit wissenschaftlichen Fakten zu untermauern, untersuchte ein Team von Zürcher Forschern die Auswirkungen der beiden Begleitgetränke auf die Verdauung. Für die Studie wurden 20 Käsefondue-Esser im Alter von 23 bis 58 Jahren rekrutiert. Nach einer Fastenzeit von sechs Stunden verspeiste jeder Teilnehmer ein üppiges Mahl aus 200 Gramm original Schweizer Käsefondue und 100 Gramm Brotwürfeln.
Zum Trinken gab es entweder 3 dl Weisswein oder die gleiche Menge schwarzen Tees sowie entweder 20 ml Kirschschnaps oder Wasser als Digestif. Vor, während und nach dem Essen sammelte man Atemluftproben der Teilnehmenden. Daraus konnten die Forscher Rückschlüsse auf den Alkoholgehalt und, mit Hilfe eines bestimmten Isotops in der Atemluft, auch auf die Magenentleerung der Probanden ziehen.
Es zeigte sich, dass Wein den Käse nicht so gut durch den Magen „rutschen“ lässt wie Tee: Der Magen der Fondue-Esser, die Wein tranken, entleerte sich nur halb so schnell wie jener der Teetrinker. Dieser Effekt hielt auch vier Stunden nach Beginn der Mahlzeit noch an. Den Teilnehmenden, die zusätzlich noch Schnaps tranken, verging ausserdem noch der Appetit und sie verzichteten häufiger auf das Dessert.
Diese Ergebnisse sind nicht nur für die Liebhaber von Käsefondue für Belang, sondern können auf jede reichhaltige Mahlzeit übertragen werden. Wer also vermeiden möchte, dass ihm der Weihnachtsbraten schwer im Magen liegt, sollte auf Alkohol wohl besser verzichten.
Quelle: Heinrich H et al: Effect on gastric function and symptoms of drinking wine, black tea, or
schnapps with a Swiss cheese fondue. BMJ 2010; 341: 6731
Fazit: Der Schwarztee wärmte einerseits durch seine Temperatur das in der Traditionellen Chinesischen Medizin so wichtige Magenfeuer und andererseits unterstützte er durch seine Bitterstoffe den Verdauungsprozess.
Eine wunderbare Wintersuppe, die in jedem Fall „gut durch den Magen rutscht“.
Apfel Sellerie Suppe mit Ingwer
Diese wunderbar duftende und wärmende Suppe spendet Euch Wärme von Innen und Kraft und stärkt auch gleichzeitig noch Euer Immunsystem.
En Guete
1 grosse Zwiebel In etwas Olivenöl glasig dämpfen
2 EL frischen Ingwer Klein hacken und kurz mit dämpfen
400 gr. Sellerie Schälen, in Würfel schneiden und dämpfen
1 EL milder Curry
1 EL Kurkuma
Ebenfalls beigeben und kurz weiterdämpfen
8 dl Gemüsebouillon Ablöschen, 25 min. köcheln lassen
200 gr. gekochte Hirse
4 Äpfel Die gewürfelten Äpfel und die gekochte Hirse beigeben, köcheln lassen bis die Apfelstücke weich sind
Salz und Pfeffer Pikant abschmecken
Mit diesem Rezept könnt Ihr gut „spielen“. Anstelle von Sellerie könnt ihr Karotten verwenden. Je nach dem – ob Ihr es exotisch liebt – könnt Ihr auch gut am Schluss etwas Kokosmilch bei geben.
Das Glück ist ein Mosaikbild, das aus lauter unscheinbaren kleinen Freuden zusammengesetzt ist.
Ich wünsche Euch eine genussvolle Winterzeit und das Allerbeste im neuen Jahr.
Brigitte Schläpfer
